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Wednesday, August 19, 2015

Shining (Stephen King)


"Dann ist dieser Laden ja nicht völlig
von der Außenwelt abgeschnitten."

Ein einsames Hotel in den Bergen von Colorado außerhalb der Saison: Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller, bekommt den Job als Hausmeister und wird den Winter dort alleine mit seiner Familie verbringen. Doch es ist ein verrufener Ort der Ängste und des Grauens ...

Als ich dieses Jahr zum ersten Mal den Film "Shining" gesehen hatte, und das eigentlich nur weil es eine Verfilmung eines Stephen King Buches ist und ich die berühmte Szene "Hier ist Johnny" sehen wollte, war ich doch etwas verwirt darüber. Die Geschichte war interessant, doch irgendwie kam mir manches einfach lächerlich herüber - und ich musste an manchen Szenen wirklich eher loslachen als sonst etwas - und viele Charaktere haben mich richtig genervt. Allen voran Wendy, die Mutter von Danny, und Frau von Jack.

Und hiermit fing meine Begeisterung mit Stephen King's Büchern an. Natürlich hatte ich vorher schon immer mit den Gedanken gespielt seine Werke zu lesen, aber nie wirklich damit angefangen. Doch nun wollte ich unbedingt wissen ob es im Buch genau so (lächerlich) ablief - ich musste nur zwei Bücher abwarten da ich sie in chronologischer Reihenfolge lesen wollte lol

Das Buch ist um einiges besser. Die Charaktere so viel interessanter! Jack Torrance tat mir in vielen Situationen einfach nur Leid, wie das Overlook Hotel in einnehmen wollte und er doch dagegen ankämpfte. Besonders das allerletzte Mal. Es wäre so schön im Film herüber gekommen denn so merkt man dass Jack nicht vollends verrückt ist, und es ist auch sehr herzzerreißend.

Auch Danny geht einem hier nicht auf die Nerven. Sein Gerede mit Tony ist im Buch mehr unheimlich als lächerlich, und auch seine ganze Geschichte. Ich verstehe warum man den Schauspieler die Szene im Zimmer 217 nicht spielen lassen wollte, aber selbst heutzutage haben viele Kinder kein Problem in Horrorfilmen damit weil sie wissen wie es Backstage aussieht! Ich wünschte sie würden den Film neu verfilmen nur um diese Szene einzufügen. Habe fast einen Herzinfarkt während des Lesens bekommen. Besonders als dann auch sein Vater, Jack, in das Zimmer geht. Das er nicht das Gleiche durchmacht, aber wir trotzdem wissen was los ist, und dann nur 'hören' was geschieht ohne dass wir und Jack es 'sehen' ist noch viel unheimlicher. Ich hatte wirklich eine Gänsehaut.

Genau so wie die Szene auf dem Spielplatz als Danny spürte dass dort in der dunklen Spielröhre ein Junge war der ihn mit in sein unendliches Reich ziehen wollte. Und da dies alles nur kurz angeschnitten und man dann mit weiteren Erklärungen in der Luft gehalten wird ist ein beklemmendes Gefühl was das Lesen umso besser macht.

Solche Szenen zeigen dass Danny ein kleiner Junge ist der genau wegen dieser Begabung viel zu schnell erwachsen wird. Und genau deswegen wird er dem Leser sympathisch. Es ist nicht seine Schuld, und er versucht es sogar abzuwehren. Ganz anders als der Danny den wir im Film sehen. Obwohl er natürlich auch ein süßer und schlauer Junge war.

Die meiste Veränderung hatte wohl Wendy durchgemacht. Scheiße war ich genervt von ihr im Film - es tut mir um die Schauspielerin Leid die so ziemlich seelischen Schaden mitgenommen hat wegen dem Regisseur - aber sie tat manchmal einfach Sachen die total unlogisch und/oder dämlich war. Meine Schwester und ich haben lauthals gelacht über ihr Verhalten.

Im Buch liebe ich sie! Eine Mutter die alles tut um ihren Sohn zu retten. Sie liebt ihn über alles, genau wie ihren Mann, und will nur das Beste. Manchmal zieht sie vielleicht etwas zu voreilige Schlüsse, aber dennoch scheint vieles berechtigt zu sein wenn man die Umstände betrachtet. Aber sie macht so viel mit im Buch, besonders am Ende, und immer und immer wieder steht sie auf und versucht von ihren Mann zu entkommen und Danny zu retten!

Ich kann das Buch nur empfehlen. Ich liebe wie wir die langsame Verwandlung durchmachen. Besonders dies zieht einem in den Bann. Obwohl man das Ende schon weiß - oder erahnen kann - hofft man doch immer das Beste.

Und bevor ich diesen Post beende nur noch schnell einige Sachen:

Ich fand es interessant wie anders das Buch endete und man erleben durfte wie das Hotel selbst lebte, aber mir persönlich gefallen beide Enden. Beides hat was an sich. Obwohl das Buch Ende mit dem personifiziertem Hotel noch bedrohlicher erscheint.

Dick Hollorann hatte eine richtige Rolle! Das hat mich mehr als alles andere gefreut. Nicht dass es meine Lieblingsrolle wäre, aber sein Auftritt im Film ist ja doch etwas lächerlich. Aber hey, immerhin konnten sie im Film sein Schneemobil benutzen lmao

Die Heckentiere! Ja, darüber wollte ich noch reden. Diese unheimlichen Heckentiere mochte ich wirklich. Am Anfang. Die Szenen mit dem "Ochsenberger 1, 2, 3" Gehabe in dem sie sich nur bewegen wenn man nicht hinschaut waren unglaublich gut und ich hatte Herzrasen beim lesen. Zum Schluss waren sie mir etwas zu viel weil sie kein 'Spiel' mehr mit ihren Opfer spielten sondern ernsthaft angriffen. Ich bin echt zwiegespalten über sie. Ich liebe deren Szenen mit Danny und Jack, aber mir würde auch nicht einfallen wie man sie im Finale hätte weglassen können also muss man es einfach akzeptieren.

Und nachdem ich das Buch gelesen habe wünsche ich mir nur noch dass es noch einmal neu verfilmt werden würde. Von Jemanden der sich näher an das Buch halten wird. Natürlich werden Leute die nur den Film gesehen haben etwas verwirrt, und vielleicht enttäuscht sein, aber ich wäre überglücklich!

Als Waffe wäre mir der Schläger übrigens lieber. Erst mochte ich die Änderung nicht weil ich mich an die Axt aus dem Film gewöhnt hatte, aber nachdem er mit den Schläger immer wieder gegen die Wand schlug und man somit 'hören' konnte wie die Bedrohung immer näher kam, liebe ich den Schläger!!!

Saturday, August 1, 2015

GETS

Nach einem ganzen Monat, und ein paar kleine zerquetschte Tage, habe ich mich endlich aufgerappelt um zu schauen was die Buchhandlung so zu bieten hat um meinen Gutschein einzulösen den ich von Verwandten zum Geburtstag bekommen hatte. Ich wurde auch zugleich fündig.


Es war doch schon erstaunlich wie viele Mangareihen es gibt die ich entweder nicht kenne oder mich nicht interessieren. Aber vielleicht habe ich einfach nur das Interesse daran verloren. Was aber nicht all zu schlecht ist denn so gibt es wenigstens nur wenige die ich mir kaufe(n muss) weil die für mich persönlich herausstechen. Ich weiß, solche Geschichten gibt es in millionenfacher Ausführung. Vielleicht sind es auch einfach nur die Charaktere lol

Und hier sind es 
.:: Citrus Band 2
.:: Akuma no Riddle Band 1
.:: Ousama Game Extreme Band 1

War ziemlich erstaunt als ich Ousama Game Extreme gesehen habe. Ich dachte erst ich schau nicht richtig oder hätte mich verlesen. Na ja, bin mal gespannt wie es ist.

Und neben diesen Manga ist heute ein weiteres Päckchen angekommen!


Das kommt wirklich sehr gelegen wenn man bedenkt dass ich mein letztes Buch gerade erst zu Ende gelesen habe. Dann kann es doch direkt weiter gehen! :)

Sunday, July 19, 2015

Brennen muss Salem (Stephen King)


Als erfolgreicher junger Romanschriftsteller kehrt Ben Mears an den Ort seiner Kindheit zurück, um in der Abgeschiedenheit dieser ruhigen amerikanischen Kleinstadt ein Buch zu schreiben. Fast gleichzeitig taucht ein Unbekannter auf, der für sich und seinen Kompagnon ein seit Jahrzehnten leerstehendes Haus mietet, dessen einstige Besitzer auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen waren. Und wieder geschehen seltsame Dinge: Nachts brennen geheimnisvolle Lichter im Fenster, ein Hund wird ermordet, ein Kind verschwindet ...

Wieder einmal finde ich das Buch sehr gut geschrieben. Am Anfang brauchte ich nur etwas um rein zu kommen da ich etwas verwirrt war - um alles zeitlich einzusortieren - aber das legte sich recht schnell. Und gegen Ende des Buches konnte man schon erraten wer wohl die beiden Personen am Anfang des Buches waren, und was es mit diesem seltsamen Zeitungsartikel auf sich hatte. Aber genau so fing es ja auch bei Carrie an. Wenn ich also das nächste Buch von ihm aufschlage und es so komisch anfängt weiß ich nun wenigstens woran ich bin.

Auch wenn ich nicht so begeistert von der Thematik des Buches bin - man muss nur Salem muss Brennen googlen und dann die schönen Bilder anschauen welche aus dem Film stammen um zu verstehen worum es geht - liebe ich dennoch seinen Schreibstil. Ich konnte mich am Ende sogar mit dem Thema etwas anfreunden weil ich es klasse finde wie nervenaufreibend er schreiben kann. Ich liebe es auch sehr wenn er kleine Details in seinen Aufzählungen versteckt. Manchmal sitzt man nur mit klopfendem Herzen vor dem Buch und fragt sich: "Habe ich das gerade richtig gelesen? Bin ich in der Zeile verrutscht?"
Gerade dieses verstörende was heimlich in das Alltägliche gemischt wird ist etwas beunruhigend und leicht unheimlich, was es wirklich Spaß macht das Buch zu lesen. Man weiß einfach nie wann und was etwas passiert.

Sunday, July 5, 2015

Carrie (Stephen King)


"Sie sah aus wie ein ergebenes Opfertier, wie eine ständige Zielscheibe für Demütigungen."

Schon immer wegen ihrer scheuen Art gehänselt und erniedrigt, wird Carrie auf dem Abschlussball ihrer Schule Opfer eines bösen Streichs.
Schmerz, Enttäuschung, Wut treiben sie zum Äußersten.
Mit der schieren Kraft ihres Willens entfesselt sie ein Inferno ...

Schon lange war ich Fan von Stephen King's Geschichten - wenn auch nur weil ich deren filmische Umsetzungen gesehen hatte - und habe mir schon lange vorgenommen mir alle einmal selbst durchzulesen. Das ganze natürlich in der Reihenfolge in der King sie geschrieben hat. Überraschenderweise war es Carrie. Es war seltsam mit dem Buch anzufangen welche Geschichte mir am ehesten im Kopf geblieben ist - auch weil dies eine der 'neuesten' Filme war die rauskamen, wenn auch ein Remake.

Kurz bevor ich angefangen hatte zu lesen, habe ich immer wieder Kommentare gesehen wie gut seine Bücher doch seien, obwohl er sehr langsam in seinen Erzählungen ist. Obwohl ich mich immer noch auf mein Buch freute war ich dennoch etwas verwirrt als ich anfing. Nichts von dem was ich als Rezensionen gelesen hatte traf zu. Auf jeden Fall nicht meinem Empfinden nach. Die Geschichte hat genau die passende Geschwindigkeit: Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Wir haben genug Zeit alle Charaktere kennen zu lernen, ihr Handeln zu interpretieren, und die Geschehnisse selbst zu verstehen.

Besonders interessant ist auch der Erzählstil in diesem Buch IMO Immer wieder wechselt King von dem Allwissenden Erzähler aus der Gegenwart (bzw. Vergangenheit) zu Zeitungsausschnitte und Buchzitate aus der Zukunft (bzw. Gegenwart) - das heißt dass wir schon ganz am Anfang wissen was in der Stadt und mit Carrie geschehen ist, und dennoch nicht wie und warum. Man kann es schon erraten (auch wenn man nicht den Film gesehen hat haha) und dennoch ist es interessant zu sehen wie sich beide Sachen zusammenfügen und wir langsam auf die Szene hinarbeiten in der das Inferno geschieht.

Für mich ist es ein wirklich gelungenes Buch und ich kann es gar nicht erwarten die restlichen von King zu lesen!